
Wann sollte man Cannabis ernten?
Wer Cannabis anbaut, stellt sich früher oder später eine entscheidende Frage: Wann sollte man Cannabis ernten? Die Pflanzen sehen gut aus, die Blüten riechen intensiv, doch Unsicherheit macht sich breit – noch warten oder lieber jetzt schneiden? Genau dieser Moment entscheidet darüber, ob Dein Grow sein volles Potenzial entfaltet oder wertvolle Qualität verschenkt wird.
Der richtige Erntezeitpunkt beeinflusst nicht nur den Ertrag, sondern auch die Wirkung, den Geschmack und das Aroma der Blüten. Zu früh geerntetes Cannabis bleibt oft schwach und unausgereift, während eine zu späte Ernte zu einem Abbau von Wirkstoffen führen kann. Gleichzeitig gibt es keinen festen "Erntetermin", der für jede Umgebung und jede Sorte gleichermaßen gilt.
Wenn Du also wissen willst, wann Du Dein Cannabis ernten solltest, ist es wichtig, dass Du selbst erkennst, wann die Pflanzen bereit sind. Wie? Das verraten wir Dir hier!
Texte zuletzt aktualisiert am 30.10.2024
Das Wichtigste in Kürze
Übersicht
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Phasen beachten: Vom Wachstumsbeginn über frühe, mittlere und späte Blüte: Jede Phase liefert Hinweise auf die Entwicklung und Reife der Pflanzen.
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Optimaler Zeitpunkt: Die Trichome verraten, wann Cannabis geerntet werden sollte (wenn sie milchig bis bernsteinfarben sind). Weitere Indikatoren: Pistillen, Blütenmasse, allgemeines Erscheinungsbild.
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Indoor vs. Outdoor: Indoor lässt sich besser einschätzen, wann die Pflanzen erntereif sind; Outdoor spielen Faktoren wie Temperatur und Witterung eine große Rolle.
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Typische Fehler vermeiden: nicht zu früh oder zu spät ernten, nicht nur nach dem Kalender gehen, verschiedene Reifezeichen beachten, unbedingt regelmäßig kontrollieren
Warum es so entscheidend ist, wann man Cannabis erntet
Der Zeitpunkt der Ernte ist einer der wichtigsten Faktoren im gesamten Cannabisanbau – und gleichzeitig einer der am häufigsten unterschätzten. Oft investieren Grower viel Zeit in die Beleuchtung, Nährstoffversorgung und allgemeine Pflege, unterschätzen aber, wie stark der richtige oder falsche Erntezeitpunkt das Endergebnis beeinflusst. Die gute Nachricht: Indem Du Dich mit der Frage, wann man Cannabis ernten sollte, beschäftigst, bist Du all diesen Growern bereits einen entscheidenden Schritt voraus!

Wird Cannabis zu früh geerntet, sind viele Wirkstoffe noch nicht vollständig ausgebildet. Die Blüten wirken oft schwach, das Aroma bleibt flach und die Struktur unausgereift. Wartet man hingegen zu lange, beginnen THC und Terpene, sich langsam abzubauen. Die Wirkung verändert sich, wird schwerer oder weniger klar, während gleichzeitig auch die Frische und der Geschmack leiden können.
Hinzu kommt, dass jede Pflanze individuell ist. Genetik, Anbaumethode, Licht, Nährstoffversorgung und Umweltbedingungen beeinflussen, wie schnell oder langsam eine Cannabispflanze reift. Herstellerangaben zur Blüte- und Erntezeit liefern daher nur grobe Richtwerte, ersetzen aber keine genaue Beobachtung.
Wer versteht, warum es so entscheidend ist, wann man Cannabis erntet, entwickelt mit der Zeit ein besseres Gefühl für seine Pflanzen. Statt Dich einfach stur nach dem Kalender zu richten, lernst Du, auf klare Reifezeichen zu achten, und findest so genau den richtigen Erntezeitpunkt für das beste Ergebnis.
Die Phasen verstehen & den Erntezeitpunkt bei Cannabis erkennen
Ein Schädlingsbefall kündigt sich bei Cannabis oft leise an. Kleine Veränderungen an den Blättern, verlangsamtes Wachstum oder eine insgesamt geschwächte Pflanze werden zunächst leicht übersehen oder falsch eingeordnet, können aber erste Hinweise auf einen Befall mit Cannabis-Schädlingen sein. Allerdings ist bereits in dieser Phase Handeln angesagt, denn sonst breitet sich das Problem rasch unkontrolliert aus. Deshalb ist es wichtig, die häufigsten Cannabis-Schädlinge zu kennen und zu wissen, wie sie aussehen und wo sie sich aufhalten.
Einige Arten halten sich gut sichtbar auf den Blättern auf, während Cannabis-Schädlinge in der Erde, die die Wurzeln angreifen, von außen kaum sichtbar sind. Aber mit ein wenig Übung und den nötigen Informationen kannst Du trotzdem schnell erkennen, ob ein Befall vorliegt und welcher Schädling der Übeltäter ist.
Die Wachstumsphase: Grundlage für eine erfolgreiche Ernte
In der Wachstumsphase bildet Cannabis seine Grundstruktur aus. Die Pflanze wächst in die Höhe, entwickelt Seitentriebe und kräftige Blätter. Für den Erntezeitpunkt selbst ist diese Phase noch nicht entscheidend; sie legt jedoch den Grundstein für die spätere Blütenentwicklung. Gesunde, kräftige Pflanzen reifen gleichmäßiger und zeigen in der Blütephase deutlichere Reifezeichen. Probleme in der Wachstumsphase können sich später auf den Erntezeitpunkt auswirken, etwa durch verzögerte oder ungleichmäßige Reife.
Die frühe Blütephase: Beginn der Umstellung
Mit der Umstellung auf die Blütephase verändert sich der Fokus der Pflanze. Erste Blütenansätze erscheinen, weiße Pistillen werden sichtbar und die Pflanze streckt sich häufig noch einmal deutlich. Obwohl die Pflanze schon so aussieht, als wäre sie bald für die Ernte bereit, ist an diesem Punkt noch Geduld gefragt, da die Wirkstoffe und Terpene noch nicht ausreichend entwickelt sind. Eine Ernte in dieser Phase würde zu unreifen Blüten mit geringer Wirkung führen – und das möchte man natürlich nicht, nachdem man sich mit so viel Hingabe um seine Pflanzen gekümmert hat.
Die mittlere Blütephase: Entwicklung und Reifeprozess
In der mittleren Blütephase beginnt die eigentliche Reifung – aber die Phase ist nicht, wann Du Dein Cannabis ernten solltest. Die Blüten werden dichter, harziger und nehmen sichtbar an Volumen zu. Trichome bilden sich vermehrt auf den Blüten und Zuckerblättern und der Geruch wird intensiver. Optisch wirkt die Pflanze nun oft bereits erntereif, doch viele Trichome sind noch klar – ein Zeichen dafür, dass es noch nicht so weit ist.
Die späte Blütephase: Der Erntezeitpunkt rückt näher
In der späten Blütephase verändert sich das Wachstum deutlich. Nun stellt sich vielen die Frage: "Wann ist Cannabis reif?". Ob die Pflanze wirklich reif und bereit zur Ernte ist, erkennst Du an mehreren Dingen: Die Blüten sind voll ausgebildet; die meisten Pistillen verfärben sich und ziehen sich zurück. Die Trichome wechseln von klar zu milchig und teilweise bernsteinfarben. Jetzt solltest Du Deine Pflanzen ganz genau beobachten, um den optimalen Erntezeitpunkt zu erwischen.
Überreife: Wenn man zu lange wartet
Wird Cannabis zu spät geerntet, bauen sich die Wirkstoffe langsam wieder ab. Die Wirkung verändert sich und das Aroma verliert an Frische und Lebendigkeit. Ein zentrales Zeichen für Überreife sind die Trichome. Während milchige Trichome auf den idealen Reifegrad hindeuten, werden sie bei Überreife zunehmend bernsteinfarben und noch dunkler. Überwiegt dieser Zustand deutlich, beginnt der Abbau von THC, was die Wirkung spürbar verändert. Wenn Du also versuchst zu bestimmen, wann Du Dein Cannabis ernten solltest, solltest Du unbedingt handeln, bevor die Mehrheit der Trichome bernsteinfarbig ist.
Trichome richtig deuten
– der wichtigste Hinweis für die Ernte
Jeder Cannabis-Schädling hat seine eigenen Vorlieben – und Schwachstellen. Ein einziges Mittel, das gegen alle Arten effektiv wirkt, gibt es nicht. Dennoch lassen sich manche Schädlinge mit den gleichen Strategien oder Mitteln bekämpfen, sodass Du bei einem Befall durch mehrere Arten gegebenenfalls mehrere Probleme gleichzeitig lösen kannst. Wir unterscheiden hier saugende Blatt- und Triebschädlinge, Substratschädlinge und große Fressfeinde im Outdoor-Anbau.
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Klare Trichome: Die Pflanze ist noch unreif. Die Wirkstoffe sind noch nicht vollständig ausgebildet und die Ernte wäre zu früh.
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Milchige Trichome: Hier ist der optimale Reifegrad für viele Grower erreicht. THC-Gehalt, Aroma und Wirkung befinden sich auf ihrem Höhepunkt.
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Bernsteinfarbene Trichome: Die Farbe ist ein Zeichen fortgeschrittener Reife. Die Wirkung wird schwerer und entspannender, da THC langsam abgebaut wird.
Entscheidend ist dabei nicht ein einzelnes Trichom, sondern das Gesamtbild. Wenn eine Mischung aus überwiegend milchigen und wenigen bernsteinfarbenen Trichomen besteht, gilt dies in der Regel als optimaler Erntezeitpunkt. Indem Du lernst, die Trichome richtig zu deuten, weißt Du also immer ganz genau, wann Du Dein Cannabis ernten solltest.
Indoor vs. Outdoor: Wann sollte man Cannabis ernten?
Der richtige Erntezeitpunkt und wie schnell dieser erreicht wird, hängt nicht nur von der Pflanze selbst ab, sondern auch davon, ob Cannabis indoor oder outdoor angebaut wird. Beide Anbaumethoden bringen unterschiedliche Bedingungen mit sich, die den Reifeprozess beeinflussen.
Beim Indoor-Anbau hast Du die volle Kontrolle über Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Dadurch reifen die Pflanzen meist gleichmäßiger und planbarer. Der Erntezeitpunkt lässt sich hier besonders gut über die Trichome und den allgemeinen Zustand der Blüten bestimmen. Da Wetter und Temperaturschwankungen keine Rolle spielen, kannst Du Dir oft etwas mehr Zeit lassen, um den optimalen Reifegrad abzuwarten. Geduld zahlt sich aus, denn Qualität und Aroma lassen sich indoor sehr gezielt steuern.
Beim Outdoor-Anbau hingegen bestimmen Natur und Jahreszeit den Takt. Wann Du Dein Cannabis ernten kannst, hängt stark von Sonnenstunden, Temperatur und Witterung ab. Besonders im Herbst können Regen, hohe Luftfeuchtigkeit oder frühe Fröste die Phase, in der die Ernte stattfinden sollte, verkürzen. Hier ist es oft besser, etwas früher zu ernten, als zu lange zu warten und Schimmel oder Wetterschäden zu riskieren. Regelmäßige Kontrollen sind entscheidend, da sich die Bedingungen schnell ändern können.
Wie lange eine Cannabispflanze bis zur Ernte braucht, kommt also immer auch darauf an, ob Du indoor oder outdoor anbaust. Beobachte Deine Pflanzen und überprüfe die Trich
Typische Fehler bei der Ernte von Cannabis
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Zu frühe Ernte aus Ungeduld: Die Pflanzen sehen gut aus, riechen intensiv – doch die Wirkstoffe sind noch nicht vollständig ausgereift. Also: Finger weg von der Schere! Die Pflanzen sind noch nicht bereit.
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Zu spätes Ernten in der Hoffnung auf mehr Ertrag: Manche Grower denken, dass sie noch mehr Ertrag bekommen, wenn sie einfach länger warten. Aber das ist ein Irrtum. Längeres Warten erhöht den Ertrag kaum oder gar nicht, aber Wirkstoffe und Qualität leiden darunter erheblich.
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Nur nach Kalender oder Herstellerangaben gehen: Die Angaben darüber, wann Du Dein Cannabis ernten solltest, sind nur Richtwerte. Ohne Blick auf die Trichome und die allgemeine Pflanzengesundheit wird der tatsächliche Reifegrad oft falsch eingeschätzt.
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Einzelne Reifezeichen überbewerten: Pistillen oder Blütengröße allein sagen wenig aus. Entscheidend ist immer das Gesamtbild der Pflanze und Du solltest auch die Entwicklung der Trichome im Blick behalten.
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Unzureichende Kontrolle kurz vor der Ernte: Wenn sich Deine Pflanzen in der späten Blütephase befinden und der Erntezeitpunkt immer näher rückt, ist es wichtig, regelmäßige Kontrollen durchzuführen. Sonst verpasst man leicht den optimalen Moment.
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Hektik bei der Entscheidung: Ernten oder nicht ernten? – Das ist hier die Frage. Wenn Du Dir unsicher bist, ob Deine Pflanzen bereit sind, solltest Du nichts überstürzen. Beobachte sie in den nächsten Tagen ganz genau und bestimme so den optimalen Zeitpunkt.
Wer diese typischen Fehler vermeidet und aufmerksam beobachtet, schafft die beste Grundlage für eine hochwertige und zufriedenstellende Ernte.
Fazit: Mit dem nötigen Wissen Cannabis richtig ernten
Wann Du Deine Cannabispflanzen erntest, entscheidet über die Qualität, die Wirkung und das Aroma. Wer die Phasen der Blüte kennt, Trichome richtig deutet und typische Fehler vermeidet, kann den besten Zeitpunkt genau bestimmen und somit das volle Potenzial des Grows nutzen. Indoor wie Outdoor gilt: Beobachtung ist entscheidend, nicht stures Festhalten an Vorgaben und Kalenderdaten. Mit sorgfältiger Kontrolle und etwas Geduld schaffst Du die besten Voraussetzungen, um eine reiche, hochwertige Ernte zu erhalten. Je genauer Du darauf achtest, wann Du Dein Cannabis erntest, desto besser ist das Ergebnis – sowohl hinsichtlich der Qualität als auch hinsichtlich der Wirkung.
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